Hannes Schneider

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Emigration in die USA

Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Österreich im März 1938 wendete sich das Blatt im Leben Hannes Schneiders.

Die neuen Machthaber – die als illegale Nationalsozialisten in seiner Skischule nicht geduldet worden waren – veranlassten seine Verhaftung und die spätere Ausreise nach Garmisch-Partenkirchen. Eine Rückkehr und neuerliche Übernahme der Skischule blieben ihm verwehrt.

Internationale Kontakte ermöglichten 1939 die Ausreise der Familie Schneider in die USA, wo ein einflussreicher Financier, Harvey Dow Gibson, den berühmten „Skimeister“ mit dem Aufbau eines Skigebietes in seinem Heimatort North Conway (New Hampshire) beauftragte. Rudolf Gomperz – der bis heute oft zu wenig gewürdigt wird – blieb dieses Glück verwehrt: Obwohl getaufter Protestant, galt er nach den NS-Rassegesetzen als Volljude. Als solcher wurde er 1942 nach Wien gebracht und schließlich in den Osten deportiert und in einem Vernichtungslager ermordet.

Hannes Schneider hingegen blieb auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in den USA, wo er 1955 verstarb.