Hannes Schneider

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Hannes Schneider und die Skifilme

Während des Ersten Weltkriegs erteilte Johann Schneider Soldaten der österreichisch-ungarischen Armee Skiunterricht an der Dolomitenfront. Seine später als Arlbergschule bekannte Lehrmethode – die auf Gruppenunterricht je nach Stufe des Könnens basierte – erhielt dabei wesentliche Impulse. Nach dem Ende des Krieges gründete Schneider seine eigene Skischule, unabhängig von Skiclub Arlberg und Hotel Post. Die Zahl der von ihm beschäftigten Skilehrer stieg in den 1920er Jahren immer mehr an. Seine Popularität steigerte sich vor allem durch die Skifilme von Dr. Arnold Fanck, der in Schneider einen kongenialen Partner zur Umsetzung seiner Ideen fand. Schon vor dem Ersten Weltkrieg war Fanck auf den Skiläufer Schneider aufmerksam geworden. Mit ausgesuchten Kameramännern präsentierte er 1920 schließlich im Film „Wunder des Schneeschuhs" den Skilauf der damaligen Zeit im Film, wobei die Fahrweise Hannes Schneiders die Umsetzung erst ermöglichte.

Das gleichnamige Skilehrbuch wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Es folgten weitere Filmproduktionen, die teilweise – wie etwa „Der große Sprung" – in Stuben am Arlberg gedreht wurden. Die größte Breitenwirkung erzielte der 1931 produzierte Tonfilm „Der weiße Rausch", in dem Hannes Schneider neben der Hauptdarstellerin Leni Riefenstahl zu sehen ist.